• Inklusiver Unterricht mit Digitalen Spielen

    • Alexander Schmoelz
      Department of Education, Faculty of Philosophy and Education, University of Vienna
    • Gertraud Kremsner
      Department of Education, Faculty of Philosophy and Education, University of Vienna
    • Michelle Proyer
      Department of Education, Faculty of Philosophy and Education, University of Vienna
    • Daniel Pfeiffer
      CSLEARN - Educational Technologies, Faculty of Computer Science, University of Vienna
    • Lisa-Katharina Möhlen
      Dean's office of the Faculty of Philosophy and Education, Faculty of Philosophy and Education, University of Vienna
    • Kostas Karpouzis
      Institute of Communication and Computer Systems (ICCS), National Technical University of Athens (NTUA)
  • Die Vorstellung unterschiedlicher Möglichkeiten des Einsatzes von digitalen Spielen für soziale Inklusion bildet den Fokus dieses Artikels. In dem Zusammenhang wird beschrieben, was soziale Inklusion ist und das Potenzial von digitalen Spielen für soziale Inklusion umrissen. Anschließend werden erprobte Unterrichtsszenarien vorgestellt. Diese setzen sich zusammen aus, dem Setting, dem Ablauf und den zentralen Elementen der Szenarien sowie digitalen Spielen und spielbasierter Dialoge. Es wird gezeigt, wie sich Spiele und spielbasierte Dialoge kombinieren lassen und welche didaktischen Verläufe im Unterricht einsetzbar sind. Abschließend werden erste Forschungsergebnisse zum Einsatz von digitalen Spielen für soziale Inklusion diskutiert. Die Erprobung der inklusiven Unterrichtsszenarien hat gezeigt, dass der Einsatz von Spielen in Kombination mit spielbasierten Dialogen einen wichtigen Anstoß für die Thematisierung von zentralen Problemlagen gibt bzw. geben kann. Gleichzeitig hilft das Herstellen einer spielerischen und angenehmen Atmosphäre, frei über die Auswirkungen von Krisen auf die persönliche Lebenswelt sowie den Schulalltag zu sprechen. Spiele bieten dabei einen Anlass, bestehende Konflikte in der Klasse sichtbar zu machen. Gleichzeitig kann dadurch sichergestellt werden, dass eine handhabbare Eskalationsstufe nicht überschritten wird. Spielbasierte Dialoge sind dabei ein unverzichtbarer Bestandteil von inklusiven Unterrichtsszenarien, weil in dieser Phase zentrale Emotionen, Problemlagen, Bedürfnisse und Konflikte, die in den Spieleinheiten aufgekommen sind, thematisiert und ggf. aufgelöst werden können. Gleichzeitig bieten die spielbasierten Dialoge einen Anlass, die spielerische und lustvolle Atmosphäre in der gemeinsamen Diskussion weiterzuführen und weiterhin Freude aneinander zu haben.

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  • http://phaidra.univie.ac.at/o:891644

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  • Medienimpulse

  • 2017

  • 2017

  • 2

  • Bundesministerium für Bildung

  • German

  • Open access

  • 2307-3187

  • soziale inklusion; digitale spiele; spielbasierte dialoge; unterrichtspraxis; inklusive didaktik